Ausstellung | Galerie FRISE
Eine nächtliche Abfahrt. Gedämpftes Licht im Abteil. Das Rattern der Schienen. Mitte der 1980er verlassen zwei Jugendliche Dresden – und mit der DDR eine Realität, die kein Zurück kennt. Die Reise führt sie im Nachtzug nach Hamburg. Mehr als eine Strecke zwischen zwei Städten: ein Moment des Dazwischen, der Unsicherheit, der Neuanordnung des Lebens.
Die Ausstellung Nachtzug verbindet neu entstandene, prozessuale Arbeiten – aus Interviews, Ortsbegehungen und Zeichnungen – mit älteren Zeichnungen und Filmen, die Räume des Unterwegsseins, des Dazwischen oder des Rückblicks erkunden. Der Nachtzug wird zum zentralen Motiv: als historischer Ort und als Sinnbild eines Zwischenraums, einer Heterotopie nach Michel Foucault, in der gewohnte Ordnungen verschoben und neue Blickachsen eröffnet werden.
Das hier verhandelte Unterwegssein überschreitet die individuelle Geschichte. Auch in einer global vernetzten Welt erleben viele Menschen das Dazwischen: Orte werden zu Durchgangszonen, und das Ankommen erscheint fragil – oft nur eine vorläufige Station zwischen Aufbruch und nächster Weiterreise.
10. Künstlermesse Dresden
17.-19. April 2026 @ Deutsches Hygiene-Museum
im Marta-Fraenkel-Saal, Standnummer: 14
Die 10. KÜNSTLERMESSE DRESDEN findet vom 17. – 19.4. 2026 statt
Videoprojektion zum Stadtfest Stolpen
Mit historischen Abbildungen, eigens angefertigten Animationen und Zitaten aus Stolpener Chroniken begibt sich die Videoprojektion am Rathaus auf die Spuren des großen Brandes von 1723 und die Wiedererrichtung der Stadt. Mehr: https://www.stolpen.de/
Heimatfilm
Eine Animadok-Familiengeschichte als Roadmovie.
Als ANTONIA sieht, wie ihr Vater HANS unter dem Verlust des Arbeitslebens leidet, beschließt sie, Orte von früher neu aufzusuchen, um der Bedeutung des Familienbetriebs im Leben ihres Vaters und in ihrem eigenen nachzuspüren. Antonia möchte mit Hans ins Reine kommen und zu ihrer Entscheidung stehen.
MDM Pilotprogramm | produziert von Balance Film GmbH: https://www.balancefilm.de/de/in-entwicklung/heimatfilm.html
Heimatfilm (AT) gewinnt MDM-Nachwuchspreis
Jubel! Mein autobiografisches Kurzfilmprojekt „Heimatfilm” (AT) hat beim 17. MDM Nachwuchstag KONTAKT am 16. Juli den Pitchingpreis in Höhe von 3.000 Euro gewonnen. Im Rahmen der Fachveranstaltung für die Filmbranche wurden die Konzepte für acht neue Filmprojekte von mitteldeutschen Nachwuchstalenten präsentiert.
„Heimatfilm” (AT) erzählt sieben Jahrzehnte deutscher Zeitgeschichte für Kinder und Familien anhand der Erinnerungen meiner Familie. Das Animadokfilmprojekt wird derzeit gemeinsam mit Balance Film entwickelt.
Ortszeichen
Zeichnungen über biografische Orte, 2021. Fortsetzung folgt.
Trailer Kurz.Film.Tour. 2018
Es war mir eine Ehre, den Trailer zur Kurzfilmtour 2018, der Kinotournee des Deutschen Kurzfilmpreises, zu gestalten.
Agnosis Kurzfilmpreis
[:de]Am 17.11.2016 wurde AGNOSIS in der HFF München mit dem mit 20.000€ dotierten Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises ausgezeichnet.
Die Jurybegründung:
„Ein Student in Odessa steigt am orthodoxen Weihnachtstag 2012 in die ihm vertrauten Katakomben eines ehemaligen Bergwerks hinab, um dort zu meditieren. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Anita Müllers Film „Agnosis“ lässt unterschiedliche Personen zu Wort kommen und Vermutungen (mehr …)
EX14 Raum für zeitgenössische Kunst
EX14 war ein studentischer Ausstellungsraum im Dresdner Zentrum (Neustadt). Von 2011–2019 wurden Arbeiten von Studenten und Absolventen (m/w/d) der HfBK ausgestellt, junge Künstler aus anderen Städten eingeladen und Gruppenausstellungen in unseren Räumen organisiert. Seit Gründung bestand das Konzept in der Bereitstellung und Erhaltung eines Freiraumes für künstlerische Arbeit und Experimente.
Agnosis
Am orthodoxen Weihnachtstag 2012, dem 7. Januar, fährt ein Odessaer Student in die dortigen Katakomben, um in diesem verzweigten System ehemaliger Bergbauschächte zu meditieren. Er kennt seinen Weg und möchte auch diesmal allein im Schacht übernachten. Seitdem ist er spurlos verschwunden.
Gefördert von: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
31 min, UA/DE 2015.
Le Carrousel
Ein klappriges Karussell im Park nimmt ein Kind mit auf einen Flug – durch Phantasielandschaften, bunte Berge bis zum Meer.
Dank an: DIAF (deutsches Institut für Animationsfilm) und den Internationalen Workshop für Animationsfilm, Krakau, PL.
2:30 min, DE 2013.
The Desert House
The Desert House setzt Filmaufnahmen aus einer Fernreise in die Innenräume einer geheimnisvollen, verlassenen Stadtvilla. Vom Abend bis zum Morgen entsteht eine traumartige Situation, in der Bilder von Fülle und Leere, Musik- und Gesprächsfetzen einander durchdringen. Die Videoinstallation spielt mit vermeintlicher Exotik und dem faszinierten, aber oberflächlichen Blick auf fremdartige Ornamente.
Dank an: Werkleitz und Florian Marquardt.
7:20 min, DE 2013.
Odessa/Krim
Jeden Tag eine Zeichnung, die eine zufällige Alltagssituation einfängt oder phantastisch weiterdreht. Die Zeichnungen sind subjektive Dokumente meines Aufenthalts in Odessa, an der Schwarzmeerküste und auf der Krim 2011. Eine Auswahl sei hier präsentiert.
Format 21x29cm, Bleistift/Grafit, 2011.
Die chthonische Stadt
Mit der Gründung von Odessa begann man, unter der Stadt Gestein als Baumaterial abzubauen. Es entstand ein vielhundert Kilometer umfassendes Gewirr aus Gängen, in dem sich Stadtgeschichte und Lebensgeschichten konserviert haben. Wie ein Sammler gehe ich im Film mit den Erzählungen von Zeitzeugen, Speläologen und Abenteurern mit und reihe ihre Berichte zu einer unvollständigen subjektiven Chronik auf.
Dank an K.K. Pronin (ONU), Dr. A. Krasnozhon, Ruslan Smeshshuk, Dmitrij Dokunov, Evgenij Karteljan, Aleksandr Samorukov, Sergej Saltisjan, Prof. Shevshshuk (ONU), Evgenij Romanov, Evgenija Mishshenko, Igor‘ Grek, Aleksandr Chubar sowie dem DAAD.
19:17 min, UA/DE 2011.
Unter Menschenfressern
Unter Menschenfressern beschreibt die Reise in und durch ein unbekanntes Land. Eine kindhafte Stimme liest Original-Passagen aus einem der ältesten ethnografischen Reiseberichte, dem gleichnamigen Tagebuch des Missionars Jean de Léry. Diese bereiste 1556 als Missionar Brasilien. In seinenSchilderungen wechselt Bewunderung für den schlichten Lebensstil der Ureinwohner mit der kaltblütigen Beschreibung ihrer Versklavung und der Unterwerfung ihrer Welt durch die europäischen Kolonialherren.
Exemplarisch fließt dieser Text durch die tuschegmalte Traumlandschaft als bitterer Fluss, der mit der Faszinazion an der Fremde beginnt und ihre immer weitreichendere Zerstörung beschreibt.
DE 2010, 5:30min.
Animation Workshop in Language School Southern Albion
Ein Workshop mit Kindern m Alter von 6–12 Jahre der Sprachschule „Southern Albion“ in Odessa, 2013. Wir haben mit Knete, Zeichnungen und einer GoPro-Kamera das Thema Schwarzes Meer erkundet und in Gruppen fünf kleine Animationen hergestellt.
Eden I-VI
Bildserie Eden, Tusche auf Pergament, 2010.
[ngg src=“galleries“ ids=“7″ display=“basic_slideshow“]
Beseelte Natur
Bilder einer lebendigen und beseelten Natur, gesammelt und gezeichnet an der Schwarzmeerküste.
[ngg src=“galleries“ ids=“8″ display=“basic_slideshow“ show_thumbnail_link=“0″]
A Postcard from the Past
A Postcard From the Past zeigt eine verwirrende Episode in der Technik alter, handgemachter Stop-Motion-Trickfilme. In einer sozialistischen Postkartenfabrik kommen Karten abhanden und verlassen wie selbstständig die Fabrik. Jemand scheint sich von diesen Karten zu finanzieren. Die scheinbare Lappalie endet in einer Gefängniszelle. In einer Szenerie zwischen heimeliger Nostalgie und Bedrohlichkeit bleiben Personen und Zusammenhänge unsichtbar.
5:30min, CZ 2009
Trailer for Youth Project Mosty / Most, CZ
Der Clip bewirbt das Jugendprojekt Mosty (Bridges) in Most/Tschechien. Junge Freiwillige verbringen Zeit mit Kindern oder Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen und kümmern sich um sie. Der Clip wurde im tschechischen Lokalfernsehen und auf einem Billboard im Stadtzentrum von Most ausgestrahlt.
00:30 min, CZ 2009. Musik: Petr Skala.